Fojana

* 18. Mai 2013
Züchter: Bernd Winter, Varel
Verband: OLD

Eigenleistung

  • Von November 2015 bis November 2016 zur Aufzucht bei Pferdewelt Mailham.
  • Seit November 2016 in Postmünster bei Rainer und Katrin Lechl in der Stutenherde.

Stammbaum

Eltern
Großeltern
Ur-Großeltern
  • Antango KWPN
    • Ampere
      • Rousseau
      • Larivola
    • Oronia
      • Jazz
      • Joyce
  • Freixenet Westf.
    • Fidermark
      • Florestan I (Rhein)
      • Watonga
    • Werra Westf.
      • Prinzess
      • Winner

Abstammung

Stamm:
Bei Fojanas Erwerb war, wie erwähnt, viel Augenschein und Emotion im Spiel. Danach erst habe ich mich, hauptsächlich unter Zuhilfenahme des Internets und seinen Möglichkeiten u.a.bei horsetelex oder rimondo auf die Suche nach weiteren Daten über ihren Stamm gemacht und teilweise Erstaunliches entdeckt.
Tatsächlich hat sie wie Lisandra westfälische/hannoversche Wurzeln, denn sie gehört dem Stamm 390. der Jagdkönigin von Jassy I an, so bei Claus Schridde im Band II (Hannoveraner) beschrieben.
Gekörte Hengste daraus:
Frühlingswind *1973 von Frühling PB Westf.
Simon I *1971 von Sinus xx LB Warendorf
Simon II *1972 von Sinus xx LB Warendorf
Simon III *1973 von Sinus xx PB Rhld.

 


Die weibliche Linie:
Fojana geb.2013 von Antango (Ampère – Jazz)
1. Freixenet * 2000 von Fidermark (Florestan-Werther)
2. VerbPr.St. Werra * 1990 von Winner (Wenzel – Bleep xx)
3. Verb.Pr.St.Prinzess *1984 von Paradox I ( Papayer xx – Almfreund)
4. St.Pr.St. Goldika * 1973 von Gottschalk (Gotthard – Lugano)
5.H.St.B. Sissi *1967 von Sinus xx (Westf)
6. St.Pr.St. Schwabin *1950 von Schwall (Hann)
7. Jagdkönigin *1937 von Jassy I (Westf)

 

Zu 1): Fojanas Mutter Freixenet (Züchter R.Menzefricke, Versmold) die ich gleichzeitig mit ihr kennenlernte, überzeugte mich vom Fleck weg. Sie war, neben Fojana selbst, das schwerwiegendste Argument für einen Erwerb. Ihre Erscheinung in Dunkelfuchsfarbe, ihre Ausstrahlung (obgleich hochtragend), ihr Kopf, ihr Körperbau, ihre Linienführung, ihr Schritt, einfach Alles eine typische Fidermarkstute, wie ich sie schon immer haben wollte, und mit für mich soviel Sympathiewerten, dass mir das Pedigree dahinter nicht mehr so wichtig erschien. Eine Zuchtstute mit d e r Mutter musste einfach goldrichtig sein! Die Zukunft wird es weisen, ob meine Entscheidung weise war.
Der Züchter von Fojana, Herr Winter, hat Freixenet vor etlichen Jahren als Tauschgabe beim Verkauf eines Jungpferdes in Westfalen erworben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, sie erneut tragend zu bekommen, hat er doch (mithilfe des guten Service der Station Sosath) einige Fohlen gezogen: 2011 HF Tyler v.Tokyo, 2012 HF v.Quando-Quando, 2013 SF Fojana v.Antango, 2014 v xxx ,2015 SF v.Florenz (Prämie), für 2016 nicht tragend.

 

Zu 2): 2.Mutter Werra wurde mehrfach an Fidermark bzw. Fürst Piccolo angepaart. So brachte sie auch 2004 die jüngere Vollschwester von Freixenet , die unter Flair 217 eingetragen und als Sportpferd aktiv ist. Sie hat aktuell 2015 Platzierungen bis Prix St.Georg! Fortunate Day, geb 2002, von Fürst Piccolo ist Zuchtstute.
In der Familie Menzefricke wurde auch ihre Vollschwester Waldfee, geb 1993, mit Erfolg züchterisch eingesetzt. Sie brachte 2004 mit Florestan das Springpferd Famous Boy 8, der aktuell 2015 in S-Springen unterwegs war. Aus 2003 stammt Fleur Noir 7, die erfolgreich in L-Dressurprüfungen startet.

Zu 3): 3.Mutter Prinzess neben Fidermark als Fojanas Muttervater war es der Vater der 3.Mutter, Parradox I, der mich überzeugte, züchterisch auf eine gute Linie zu bauen. Kannte ich diesen drahtigen Halbblüter aus Westfalen vor allem als Springpferdemacher, den man gern im weiteren Pedigree einer Dressurstute sieht. Sein Denkmal hat NRW 1994 im Landgestüt (noch mit ihm selbst 30jährig ) eröffnet. Langlebigkeit gehört ebenso zu den in der Zucht oft zu wenig bedachten Attributen

 

Abschließend möchte ich zusammenfassen: Sicherlich ist es nicht der berühmteste Stamm, der hinter meiner zukünftigen Zuchtstute steht, aber er hat seine Qualitäten und ich finde ihn sehr patent. Dazu möchte ich zwei Argumente gegen ein allzu krasses fokussieren auf den Stamm anfügen.
Erstens: Ich habe ungefähr ein Jahr nach einer Nachfolgerin für Lisandra gesucht . Wissen Sie, wie vielen selbst unterdurchschnittlichen Jungstuten aus bekannten und berühmten Stämmen ich dabei begegnet bin?
Zweitens: Ich erinnere mich noch gut an unsere Vorlesung in Populationsgenetik, als uns Prof.Pirchner am Beispiel eines eingekreuzten Wildschweinebers in weiße Hausschweine mit seinen Fotos Verdrängungszucht demonstrierte: In der dritten (!!) Generation waren es bereits wieder äußerlich nicht zu unterscheidende weiße Hausschweine.
Der Wert einer Stutenlinie hat historisch ganz sicher seine Bedeutung, aber man darf ihn auch nicht überschätzen. Ich setze auch auf andere genetische Erfolgsparameter, wie z.B. Heterosis, der die niederländische Erfolgszucht ganz viel verdankt: Drei konsolidierte (reingezüchtete) Ausgangsrassen - Gelderländer Gangpferde plus Holsteiner Springgenetik plus Trakehner Edelblut sind gekonnt miteinander gemischt eine Bilderbuchgrundlage für Heterosis (Steigerung über den Wert der Elterntiere) Das Ergebnis kennen wir. Und die Erkenntnis daraus können wir uns wunderbar zunutze machen.

Nachkommen

2017 gedeckt und tragend von Callahos Benicio, erwartet zum 1.5.2018

Aktuelles

  • April 22, 2018
  • Stuten / Fojana

Fojanas Schwester

Meine Heimreise erlaubt einen Zwischenstopp in Wallenhorst, wo die Vollschwester von Fojana in Beritt steht. Ich bekomme freundlicherweise eine perfekt turniermäßig gestylte Stute zu Gesicht. Größenmäßig und in der Farbe nicht mit ihr zu vergleichen, aber in ihrem  absolut kopfklaren Verhalten und in ihren sehenswerten Grundgangarten haben die beiden Schwestern große Ähnlichkeit. Der kleine Einblick in ihre pferde- und altersgerechte Morgenarbeit macht uneingeschränkt Freude und stellt der freundlichen Franziska ein sehr gutes Zeugnis aus. Hier wächst ein solides Pferd heran, welches bei weiterer Förderung mit Sicherheit Erfolg einfahren wird.

  • März 23, 2018
  • Stuten / Fojana

Besuch in Postmünster

Das Einlösen eines Geschenkes bringt mich nach Kronwitten zu Rainer und Katrin und meiner nun hochtragenden Fojana. Mit einer wirklich beachtlichen Schlamm-Sandschicht rundum eingehüllt entdecke ich sie friedlich an einer Heuraufe gemütlich kauend. Bei Berührung wechselt der Dreck sofort in meine Hände inklusive einer Handvoll Wolle - natürlich, es ist März und alle befinden sich im Fellwechsel.

Da sie eine beachtliche Größe erreicht hat, wirkt ihr Bauch gar nicht so üppig, das Euter beginnt zaghaft zu wachsen. Ihre Hüftknochen stehen ein bißchen mehr als sonst hervor, aber Alles in Allem finde ich sie in einem total entspannten und glücklichen Zustand vor.

Ich kann mich trotz der Distanz uneingeschränkt auf Klein-Benicio freuen.

  • Juli 23, 2017
  • Stuten / Fojana

Spaziergang

es steht mal wieder ein Besuch in Kronwitten an. Neben glücklichen, entspannten  Momenten in der Herde machen Katrin und Fojana, meine Wenigkeit und die zahlreichen Hunde einen so relaxten Spaziergang, wie ich allen Pferdefreunden nur empfehlen kann.

  • Juni 16, 2017
  • Stuten / Fojana

Hurra, Klein- Benicio ist unterwegs!

Nun ist es amtlich, Fojanas Untersuchung auf Trächtigkeit verlief positiv. Rainer ist etwas geknickt, da es nicht bei allen Stuten auf Anhieb geklappt hat.

  • Juni 1, 2017
  • Stuten / Fojana

Besamung

Nach langer Überlegung wird Fojana heute mit Callahos Benicio besamt. Meine Vorfreude auf dieses erste Fohlen ist unbeschreiblich. Aber nun muss sie natürlich aufnehmen. Ich beschwöre sie und bin bester Stimmung.

  • Mai 10, 2017
  • Stuten / Fojana

Besuch in Postmünster

Endlich geht es wieder zu Fojana auf den Hof von Rainer und Katrin. Da dort bereits 3 Fohlen angekommen sind, bin ich natürlich auch in dieser Hinsicht sehr gespannt. Schon von weitem entdecke ich im Roundpen etwas braunes und etwas weißes...Es wird doch nicht...? Doch, echt Katrin, natürlich begrüßt sie mich strahlend vom Rücken Fojanas im Westernsattel sitzend. Ich stelle blitzschnell das Auto ab, um mit der Kamera soviel Freude einzufangen.

 

Dozentin im Sattel

Einleitung zum rückwärts richten

rückwärts am leichten Seil

  • April 17, 2017
  • Stuten / Fojana

Freilaufcup in Karpfham

Vor ein paar Wochen  schlug mir Rainer eine Teilnahme Fojanas am Freilaufcup in Karpfham vor. Ihren besten Kameraden, den "Quotenwallach" der Stutenherde, wolle er dort mitlaufen lassen und da böte sich eine gute Gelegenheit, Fojana einen Einstand in der Öffentlichkeit ohne Leistungsdruck zu bieten. Ich nahm nur zu gerne an, und so beendete ich den Osterbesuch unserer Söhne etwas früher und pilgerte nach Karpfham. Katrin hatte, wie es ihrer Philosophie entspricht, das einflechten und waschen der Beiden vor einigen Tagen geübt und sie gestern Abend richtig fein gemacht. Heute wurde das Hängertraining auf die Probe gestellt - und sie gelang glänzend. Ich treffe das Team auf dem Parkplatz. Zwei junge, unerfahrene, ungerittene Pferde auf dem Transporter - da gibt es viele Geschichten. Aber mit Katrins Vorbereitung stehen die Beiden mit Knotenhalfter angetan auf dem reichlich Platz bietenden Großhänger durchaus gelassen und Heu mümmelnd. Gewiehert wird natürlich. Schließlich muss man dem Gewieher der Anderen ja antworten. Auch Anspannung ist durchaus vorhanden, die seitlichen Pomuskeln vibrieren. Aber alles hält sich im Rahmen.

Der Wallach ist zuerst dran. Fojana bleibt, ein wenig verblüfft, allein.  Der Regen hat ein Einsehen und wir können unsere Schrittrunden zwar bei unösterlicher Kälte, aber trocken von oben absolvieren. Bei seinem Einsatz in der Halle zeigt sich der Wallach freundlich und neugierig, aber beeindruckt, sodass weder Richter noch Zuschauer sein Potential zu sehen bekommen. Rainer verzeiht es ihm, er nimmt keinen negativen Eindruck mit nach Hause.

Dann holen wir Fojana. Am durchhängenden Seil, nur mit Knotenhalfter angetan, folgt die große Stute aufmerksam Katrin durch all die aufgeregten Kontrahenten. Unter gelegentlichem Wiehern schreiten beide Pferde über den Hof, der Wallach an meiner Hand, Katrin mit Fojana. In der Halle zieht sie später sehr locker ihre Kreise in Trab und Galopp, die ihr die Peischenführer vorgeben. Ihr Seitenbild ist nach wie vor überzeugend, aber die Messlatte liegt hoch. Ihr Trab wird mit 7,9, der Galopp mit 7,7 und der leider etwas bummelnde Schritt danach im Schrittring mit 7,6, insgesamt einer 7,73 und dem 7.Platz bewertet. Unser im Februar gefälltes Urteil der noch mangelhaften Rahmenausfüllung wird durch ihre Balanceschwierigkeiten (Kreuzgalopp) bestätigt.

Fazit: Ich bin mit diesem Ergebnis einer Jungstute ohne spezielle Vorbereitung, einfach aus der Herde heraus, ohne Beritt, und damit ohne entsprechende Bemuskelung ihrer meist unter dem Sattel gehenden Konkurrenz, sehr zufrieden. Naja, eine 8 im Trab wäre sicher auch zu vertreten gewesen. Höchst zufrieden bin ich mit ihrem Verhalten und Umgang mit all den Eindrücken. Katrin ist es gelungen, aus ihren guten Anlagen und ihrer Arbeit eine tolle Vertrauensbasis zu schaffen. Auch Fojana kommt ohne schlechte Erfahrung nach Hause. Nicht der kleinste Ruck durchs nicht nötige Trensengebiss! Nach den Bildern auf dem Verladeplatz können das - leider - nur wenige Pferde!

Eine nachträglich feine Bilanz kann ich dem vom Veranstalter bereit gestellten individuellen Video entnehmen. Das Ohrenspiel Fojanas ist in meinen Augen eine Offenbarung: jeden zweiten, dritten Tritt geht das innere Ohr zum Peitschenführer und fragt: was soll ich tun, was möchtest Du von mir??? Rittigkeitsversprechen pur!

Schade ist nur, dass es keine Fotos gibt. Da ich Im Einsatz war, blieb die Kamera im Auto. Und zu Hause regnete es bereits....

 

 

 

  • März 3, 2017
  • Stuten / Fojana

Gruß aus der Bodenarbeit mit Fojana

Die Schneeschmelze erinnert Katrin daran, mit der Bodenarbeit weiterzumachen. Hängertraining steht an. Wie es die Art der beiden ist, bekomme ich einen Fotobeweis samt dickem Lob für meine kooperative Stute und fernmündlichem Knutscher. Zumindest ersteres hat Katrin ganz sicher auch selbst verdient.

  • Feb. 1, 2017
  • Stuten / Fojana

Besuch bei Fojana

Heute ließ das Wetter eine Reise nach Niederbayern zu. Wiedersehen mit meiner schönen Braunen im Schnee. Kalt ist es in Postmünster, denn ich sehe eine Herde in beachtlichem Pelz. Alle Pferde, und insbesondere die Absetzer, tragen Grannenhaare im Gesicht, wie man sie sonst nur von wilden Pferden kennt. Fojana steht - beinahe hätte ich gesagt freundlich lächelnd, so ist es immerhin freundlich aufmerksam, ein wenig abseits. Eine Berührung findet sie jedoch sehr angenehm und wir streifen ihr ein Halfter über.

Dann stellen Rainer und ich uns seitlich und versuchen eine Beurteilung. Sie ist eindeutig erneut gewachsen. Leider haben wir kein Stockmass zur Hand. Über 1,70 m sicher. Alles ist in gutem Zustand, aber wir sehen uns an und sind uns sofort einig: Dieses Pferdemädchen füllt seinen Rahmen noch nicht aus. Ich gebe zu, ein wenig Enttäuschung mischt sich kurzzeitig in meine Gefühle, andererseits muss ich froh sein, sie in so gesundem und zufriedenem Zustand zu sehen. Allerdings bedeutet die Feststellung auch: kein Anreiten und keine Vorstellung beim Oldenburger Verband in diesem Jahr.

Wir sitzen noch länger zusammen, Katrin kommt auch dazu, und je länger ich mit dieser Absage an Beritt lebe, desto mehr sagt mir mein Bauchgefühl: richtig so! Dafür fällt die Entscheidung zu einer Bedeckung in 2017, natürlich später im Jahr. Ihr erstes Fohlen soll 2018 ins Gras fallen. Dann ist immer noch Zeit sie unter den Sattel zu nehmen.

  • Okt. 27, 2016
  • Stuten / Fojana

Fojana wechselt nach Postmünster

Seit meinem ersten Besuch im Sommer bei Rainer und Katrin Lechl, weiß ich um deren pferdegerechte Haltung ihrer Mutterstuten mit Nachzucht. Der Wunsch, meine zukünftige Zuchtstute in solch einer Haltung zu wissen, ergriff mich spontan. Da die Chemie zwischen uns stimmte, dauerte es nicht lange, bis wir uns einigten, Fojana als Zuchtstute nach Postmünster zu holen. Der Zeitpunkt sollte ursprünglich nach ihrer Eintragung liegen, aber die Kapazitäten in Mailham sind mit deren zahlreichen Engagements leider so ausgereizt, dass uns ein vorgezogener Wechsel sinnvoll erschien. Außerdem wollte Katrin ihre erfolgreiche Bodenarbeit noch über den Winter fortsetzen, was mit der Entfernung und winterlichen Verhältnissen nicht möglich gewesen wäre.

So holte Rainer Fojana heute ab. Sie wurde zur ersten Eingewöhnung in eine Box mit reichlich Heu gestellt. Ihre Nachbarn waren rechts das Pony Bella und links die 4-jährige Bellevue (Benetton Dream-Stedinger), beide mit Bedacht gewählt. Katrin musste mich nicht lange überzeugen, dass ich beim ersten Herdenkontakt dabei sein sollte. So startete ich einen ungeplanten Besuch in Kronwitten und stand mit Kamera parat, als es zuerst mit Bella und etwas später mit Bellevue auf den Sandplatz ging. Das spektakuläre an der Situation war, dass alles unspektakulär ablief. Fojana bewegte sich neugierig gelassen und nahm ebenso Kontakt auf, was genauso erwidert wurde. Kein Geschrei, keine Aggression, kein Toben, kein Schnauben, kein Imponiergehabe. Ihr Appetit auf Heu aus dem Netz war so zurückhaltend, dass Katrin ihr davon ohne Netz in einem vorhandenen Schlepperreifen anbot, was sie augenblicklich annahm. Das fand auch Bellevue interessant.

So kam es, dass die beiden jungen Stuten innerhalb kürzester Zeit einträchtig miteinander Heu fraßen. Ganz so einträchtig gingen natürlich nicht alle Begegnungen ab. Noch während ich auf dem Platz stand musste Fojana zu ihrer Verblüffung die blitzschnellen Hufe des Ponys auf ihren Rippen ertragen. Ihre Reaktion fand meinen uneingeschränkten Gefallen: sie trabte kopfschüttelnd an als wollte sie sagen: Na sowas, so klein uns so frech! Wir fanden beide unsere Überzeugung bestätigt, dass Fojana nicht nur eine wunderschöne Jungstute von stattlicher Größe ist, sondern auch mit einem Interieur von hinreichender sozialer Kompetenz ausgestattet ist. Nachdem noch eine Jährlingsstute (sehr selbstbewusst) dazu gestellt wurde, ließ es Katrin für heute gut sein. Den Rest der Herde, vor allem die von ferne neugierige Chefin, sollte Fojana im Laufe der nächsten Tage kennenlernen. Ich freue mich so für sie, ihr die Möglichkeiten eines pferdegerechten Daseins bieten zu können.

Auch wenn die kommenden Wochen mit dem zu erwartenden Winterwetter noch so manche „Härte“ nach menschlichem Ermessen für sie bringen werden. Zwischendurch bekommt sie ja jede Menge tröstende Krauleinheiten von Katrin und ins Ohr geflüstert: Du bist ein Pferd, du hast ein Fell, du brauchst keine Box mit Stroh, nur nette Kollegen, 24 Stunden am Tag freien Auslauf, einen trockenen Unterstand mit Sand und unbegrenzten Zugang zu Heu, lebe es!!!

  • Okt. 20, 2016
  • Stuten / Fojana

Bodenarbeit

Die erfolgreiche Bodenarbeit durch Katrin Lechl konnte ich persönlich weitgehend verfolgen. Ich kann allen Pferdefreunden nur empfehlen, sich die Methoden all derer, die sich in die Pferde einfühlen und versuchen, mit ihnen entsprechend zu kommunizieren, genau anzusehen. Der Erfolg, der sich dabei so verblüffend einfach einstellt, überzeugt auf der ganzen Linie. Ich freue mich unendlich, dass ich durch Katrin Lechl ausgerechnet unserer großen zukünftigen Hoffnungsträgerin diesen Weg ebnen darf.
  • Juni 23, 2016
  • Stuten / Fojana

Neues aus Postmünster

Frau Lechl ist nicht nur eine wunderbare Pferdeversteherin, sondern versorgt auch mich als besorgte Besitzerin oft mit -natürlich ausschließlich positiven- Informationen über das Seelenleben Fojanas. Wunderbar. Heute kam sogar dieses fototechnische Selfie, sicher keines um einen Fotowettbewerb zu gewinnen, aber eins, um 100 Punkte in der Entspannungsübung zu bekommen!
  • Juni 13, 2016
  • Stuten / Fojana

Bodenarbeit

Ich hole Frau Lechl ab und wir fahren gemeinsam nach Mailham. Wir finden Fojana in nunmehr tadellosem Pflegezustand auf der Koppel und Frau Lechl beginnt „bewaffnet“ mit Knotenhalfter und Seil mit der Kontaktaufnahme. Zunächst ist in aller Ruhe Massage mit der Hand angesagt und Fojana findet sie zumindest nicht unangenehm. Dann wird das „Plüschhalfter“ von Frau Lechl verächtlich abgelegt und das schmale Knotenhalfter aufgezogen. Damit wechseln wir in den an einem zentralen Platz mit viel Ablenkung gelegenen Longierzirkel, wo Fojana wiederum ohne Halfter nur mittels Wurfseil und Massage Aufmerksamkeit, Zuwendung und Ablehnung in unterschiedlichen Momenten erfährt. Die laute Maschinenaktivität auf dem Hof lenkt sie wenig ab, nicht so jedoch die anderen Pferd in ihren Paddocks oder Koppeln, deren Gewieher anfangs noch beantwortet wird. Mit ihren nach außen sehr wenig spektakulären Handlungen erreicht Frau Lechl dennoch sehr bald eine ungeteilte Aufmerksamkeit Fojanas, die wiederum von einer deutlichen Entspannung (abkauen) begleitet wird. Wer, wie ich, schon andere Könner der Pferdesprache (Fred Rai) mit Pferden arbeiten sehen hat, kann vielleicht nachvollziehen, welch eine Freude in mir beim zusehen aufkeimte. Diese „Arbeit“ wird Fojana die Schwierigkeiten, die das Fluchttier Pferd mit menschlichen Umgangsformen hat, nehmen und sie damit optimal entspannt auf das Anreiten im Herbst vorbereiten. Wir einigen uns auf eine zweimalige Unterrichtseinheit pro Woche. Schade nur, dass ich – im Gegensatz zu den Azubis in Mailham – nicht immer daran teilhaben kann.
  • Juni 13, 2016
  • Stuten / Fojana

Besuche

Gleich zwei wichtige Besuche stehen heute an: Zum einen endlich der gemeinsame von Frau Lechl und mir bei Fojana in Mailham. Siehe ….FojanaUnd zum zweiten der völlig unerwartete bei Fedosta auf der Hengststation Bachl. siehe….Fedosta
  • Juni 4, 2016
  • Stuten / Fojana

"Züchterforum" mit Folgen

Eigentlich ist Gartenpflege angesagt, aber als der Postbote die neueste Ausgabe vom Züchterforum bringt, bleibe ich gleich draußen damit hängen. Vor allem der Artikel über Familie Lechl und ihrer Fohlenschule in Postmünster, ca 35 km von Mailham entfernt, hat es mir angetan (www.fohlenschule.com). So sehr, dass ich spontan zum Hörer greife und anrufe. Schon beim Telefonat stellen Frau Lechl und ich soviel gemeinsame Linie und Übereinstimmung fest, dass sich ein Besuch geradezu anbietet. Tag und Wetter passen, wir fackeln nicht lange und wenige Stunden später finde ich mich in der ach so pferdegerecht gehaltenen kleinen Pferdeherde der Familie Lechl wieder. Die Zeit rast mit interessanten Gesprächen dahin und wir verabreden einen gemeinsamen Besuch in Mailham bei Fojana. Die speziellen Kenntnisse von Frau Lechl im Umgang mit dem rohen Pferd gleich welchen Alters sind genau das, was Fojana dringend benötigt und ich ihr unbedingt zu Gute kommen lassen möchte.
  • Mai 31, 2016
  • Stuten / Fojana

Großer Tag in Mailham

Großer Tag in Mailham, Oldenburger Stuteneintragung und Leistungsprüfung . Allerdings gilt bei meinem Besuch mein spezielles Interesse natürlich meiner Jungstute. An diesem Tag werde ich jedoch enttäuscht. Weder ihr etwas vernachlässigter Pflegezustand noch die Tatsache, dass ich sie in der Box statt auf der Weide vorfinde, können mich froh machen. Natürlich gibt es für Alles Erklärungen, aber ich suche nach Abhilfe. Zudem macht mir ihr hungriger Blick nach Irgendetwas Sorge. Das Pferdchen ist eindeutig unterfordert. Ich ahne noch nicht, dass ich bald eine Lösung finden werde.
  • Nov. 1, 2015
  • Stuten / Fojana

Fojana auf Reisen

Heute ist ein besonderer Tag, denn Fojana erreicht nach unendlich langen Stunden auf dem LKW ihr neues Zuhause in Mailham. Ganz brav hat sie sich gestern verladen lassen und eine Kurznachricht erleichtert mein angespanntes Herz, dass sie wohlbehalten angekommen ist. Übermorgen werde ich sie besuchen und ich bin entsprechend voller Vorfreude.
  • Aug. 19, 2015
  • Stuten / Fojana

Wiedersehen mit Fojana

Endlich kommt es zu einem Wiedersehen mit Fojana, die noch wenige Wochen beim Züchter in Varel Sommerweide genießt. Sie steht zusammen mit ihrer Mutter Freixenet, deren diesjährigem Stut-Fohlen von Florenz und einer anderen Mutterstute auf einer der Hauskoppeln. Da Zusatzfutterzeit ist, werden alle für ein Stündchen in die Boxen geholt. Die Alte geht am Führstrick, der Rest bummelt gemütlich hinterher. Dabei kann ich gleich entdecken, dass Fojanas Pflegezustand (Hufe etc) hervorragend aussieht. Sie ist erneut gut gewachsen, altersgemäß verwachsen (überbaut), aber ich sehe die schlummernde Schönheit. Sie frisst ihr Müsli mit allerlei Mineralfutter mit bestem Appetit und dann geht es mit gleicher Gelassenheit wieder hinaus. Ihr sommerkurzes Fell glänzt ganz ohne putzen. Die lange Mähne bleibt auf meinen Wunsch als Fliegenschutz erhalten. Mit langen Pferdegesprächen geht der Abend schnell dahin, derweil wir vom Küchenfenster aus der kleinen Herde beim abendlichen Grasen zusehen können. Fojana steht und geht stets zusammen mit ihrer kleinen Halbschwester, die offensichtlich die Gesellschaft ihrer großen Schwester der ihrer Mutter vorzieht. Kreuzen die Wege, stellen angelegte Ohren von Freixenet und Unterlegenheitskauen von Fojana schnell die Ordnung her. Gemischtaltriges Herdenverhalten pur. Glück für Fojana, dies erleben zu dürfen. Glück für den, der solch ein Küchenfenster hat!!!Am nächsten Morgen habe ich nochmals Gelegenheit mein Stütchen zu besuchen. Bei bestem Sommerwetter genieße ich die Zeit auf der Koppel mit den Fohlen unendlich. Überall wird gekrault und angefasst. Mehr braucht es nicht, um sich wohl zu fühlen.
  • Juni 1, 2015
  • Stuten / Fojana

Ein Traum wird wahr

Heute kam per Einschreiben die Eigentumsurkunde für Fojana an mich. So lautet die nüchternste und kürzeste Version eines wahr gewordenen kühnen Traumes, welcher unsere kleine Pferdezucht in den nächsten Jahren hoffentlich glücklich positiv verändern soll.

Besondere Umstände ermöglichen mir die Aufstallung einer weiteren Zuchtstute. Als passionierte Züchterin habe ich mich sogleich auf die Suche gemacht, nachdem eine Nachzuchtstute von Lisandra durch die Ereignisse des letzten Jahres deutlich zu lange Zeit in Anspruch nähme.

Planmäßig angedacht war der Kauf einer Jungstute aus bester, möglichst hannoverscher Provenienz (mindestens Erfassung bei Schridde) frisch von der Stutenleistungsprüfung mit niveauvollem Ergebnis und generell guter Erziehung. Aber Plan im Kopf und Bauchgefühl von mir sind selten deckungsgleich.

Nach drei in Frage kommenden Stuten, die aus diversen teils bedauerlichen Gründen ausfielen, bekam ich durch Mundpropaganda erst ein Telefonat mit der Abstammung und anschließend Fotos/Video (A. Finkenstaedt), die sofort mein Herz höher schlagen ließen. Innerhalb weniger Stunden konnte ich meinen Mann überzeugen, eine kleine Reise nach Friesland (binnen 3 Tagen 2000 km, staufrei!) zu machen. Er ist ja Kummer mit dieser meiner Passion gewöhnt und hat sich wieder einmal riesig als Partner geschlagen. Ich bin zutiefst dankbar, auch wenn feinster Teegenuss, frische Schollen mit Speck und gebratener Seeaal ihm den Aufenthalt in Nordoldenburg auf das Angenehmste gestalteten.

Ich dagegen hatte wenig Sinn für Essen. Mein Focus lag bei den Pferden, insbesondere auf dieser unplanmäßigen Zweijährigen mit Oldenburger Brand. Mit noch größerem Erstaunen, als ich es vor mir her trug, nahm diese Stute in der Box mit mir Kontakt auf. Ganz vorsichtig, zurückhaltend, dennoch neugierig, geradezu wissbegierig, offensichtlich ohne schlechte Erfahrungen gemacht zu haben , prüfte sie mich ganz ruhig von oben bis unten, nur mit ihrem Atem, ohne jedes Beknabbern. Ich war hingerissen.

Wir ließen sie auf einem nicht allzu großen Paddock laufen und sie zeigte alle auf den Fotos versprochenen Attribute, obwohl sie - 4 Wochen älter als diese - einen Entwicklungsschub mit entsprechender Überbauung hingelegt und somit eindeutig ungünstigere Voraussetzungen hatte. Sie überzeugte derart, dass ich bereit war, das Risiko weiterer Entwicklung und Aufzucht, keine Überprüfung des Verhaltens unter dem Sattel und den Eintritt in einen weiteren Verband auf mich zu nehmen.

Großen Anteil an diesem Vertrauensvorschub hatte ihr besonders begehrenswertes und züchterisch höchst interessantes Pedigree mit Antango - Fidermark - Winner (Wenzel - Bleep xx) - Paradox, und - ihre Mutter Freixenet, die die Züchterfamilie einst aus Westfalen mitgebracht hatte. Wäre ich selbst mit eigenem Land ausgestattet, hätte ich diese imponierende, derart typische Fidermarkstute auch mitgenommen. Erfassung in Schriddes Büchern? Zumindest auf den ersten Blick erst einmal Fehlanzeige. Aber wer weiß, vielleicht bringt gründliche Internetrecherche ja noch Erstaunliches zu Tage. Stoff für meine Wochen der Geduld während Fojana noch einen Sommer in ihrer nahezu fliegenfreien Heimat mit dem besten Gras, was man sich vorstellen kann, genießt.

Bald soll sie natürlich eine eigene Seite bekommen. Und Urlaubswünsche gen Süden haben dieses Jahr null Chance bei mir, hingegen das Oldenburger Land um Varel mit seinen Pferdeleuten und der schönsten und besten Jungstute eine magische Anziehungskraft!